Kochen
Küche, Koch und Kochen (Einleitung)
In den meisten mitteleuropäischen Durchschnittshaushalten wird regelmäßig, wenn nicht sogar täglich, eine warme Mahlzeit gekocht. Je nach persönlicher Vorliebe wird gesiedet, gebacken, gebraten oder eine andere Art der Zubereitung gewählt.
Doch was steckt hinter den einzelnen Zubereitungsarten? Was unterscheidet das Schmoren vom Braten und was den Hobbykoch von der kochenden Hausfrau und dem Profi? Wie kann es sein, dass Männer unter den Spitzenköchen häufiger vertreten sind als Frauen, wenn doch in der klassischen Rollenverteilung die Frau für die Nahrungszubereitung zuständig ist? Und warum kocht man überhaupt?
Diesen und anderen Fragen zum Thema Kochen soll hier nun ein wenig auf den Grund gegangen werden.
Warum wird gekocht?
Die meisten pflanzlichen Lebensmittel lassen sich sowohl roh als auch gekocht verzehren. Fleisch und einige harte pflanzliche Nahrungsmittel hingegen werden durch den Garprozess für den menschlichen Organismus bekömmlicher und besser verdaulich. Dies dürften bereits unsere Vorfahren vor rund 500.000 Jahren festgestellt haben. Aus dieser Zeit bezeugen archäologische Funde bereits die Zubereitung von Nahrungsmitteln mittels Feuer.
Seit dieser Zeit hat sich jedoch in der Esskultur viel getan. Mittels unterschiedlicher Zubereitungsarten können Nahrungsmittel zu einer Vielzahl köstlicher Mahlzeiten gemacht werden. Je nach Garmethode können dabei die gleichen Nahrungsmittel völlig unterschiedlich schmecken. Was zu Beginn unserer Entwicklung noch hauptsächlich der Nährstoffzufuhr und somit dem reinen überleben diente, ist heute neben dem essentiellen Sinn der Ernährung mit einer umfangreichen Genusskultur gepaart, die jeden Tag neu entdeckt werden kann.
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